1. Vertragsabschluss
Der Beherbergungsvertrag kommt durch die Annahme der Vertragserklärung bzw. Buchungsanfrage des Gastes durch den Beherberger oder durch den erfolgreichen Abschluss des jeweiligen Online-Buchungsvorganges zustande. Diese AGB werden Bestandteil des Beherbergungsvertrages, sofern sie dem Vertragspartner vor Abgabe seiner Vertragserklärung zugänglich gemacht und wirksam in den Vertrag einbezogen wurden. Elektronische Erklärungen gelten als zugegangen, sobald sie vom Empfänger unter gewöhnlichen Umständen abgerufen werden können.
2. Beginn und Ende der Beherbergung
Sofern im jeweiligen Angebot, Buchungsvorgang oder in der Buchungsbestätigung keine abweichende Bezugszeit vereinbart wurde, steht die gebuchte Unterkunft dem Vertragspartner am vereinbarten Ankunftstag ab 15:00 Uhr zur Verfügung.
Am vereinbarten Abreisetag ist die Unterkunft bis spätestens 10:00 Uhr vollständig zu räumen und dem Beherberger ordnungsgemäß zurückzugeben. Sämtliche übergebenen Schlüssel bzw. sonstigen Zutrittsmittel sind entsprechend den für die Unterkunft bekannt gegebenen Anweisungen zurückzugeben. Eine Nutzung der Unterkunft über 10:00 Uhr hinaus bedarf der vorherigen Zustimmung des Beherbergers. Ein Anspruch auf einen späteren Check-out besteht nicht.
Wird die Unterkunft nicht fristgerecht geräumt und entstehen dem Beherberger dadurch zusätzliche notwendige Aufwendungen oder sonstige Schäden, insbesondere zusätzliche Personal-, Reinigungs-, Organisations- oder Wartekosten oder Beeinträchtigungen einer nachfolgenden Beherbergung, hat der Vertragspartner diese nach Maßgabe der gesetzlichen Bestimmungen zu ersetzen.
Wird die Unterkunft ohne Zustimmung des Beherbergers über die vereinbarte Abreisezeit hinaus in einem Umfang weiter genutzt, der einer weiteren Beherbergungsnutzung entspricht oder die vertragsgemäße Bereitstellung für nachfolgende Gäste verhindert, ist der Beherberger berechtigt, hierfür – soweit gesetzlich zulässig – ein angemessenes zusätzliches Nutzungsentgelt bis zur Höhe des für einen weiteren Aufenthaltstag vereinbarten bzw. für die betreffende Unterkunft geltenden Tagesentgelts zu verlangen.
Weitergehende, durch die verspätete Rückgabe verursachte Schäden können nach Maßgabe der gesetzlichen Bestimmungen geltend gemacht werden, soweit diese nicht bereits durch das zusätzliche Nutzungsentgelt abgegolten sind.
3. Rücktritt des Vermieters
Der Vermieter ist berechtigt, von dem Vertrag zurückzutreten, wenn unvorhergesehene Umstände (z.B. Schäden an der Ferienwohnung) eine ordnungsgemäße Vermietung unmöglich machen. In diesem Fall wird der Gast unverzüglich über den Rücktritt informiert und bereits gezahlte Zahlungen zurückerstattet. Weitergehende zwingende gesetzliche Ansprüche des Vertragspartners bleiben unberührt.
Falls der Gast am vereinbarten Ankunftstag nicht erscheint und kein späterer Ankunftszeitpunkt vereinbart oder mitgeteilt wurde, ist der Beherberger nach Maßgabe der gesetzlichen Bestimmungen berechtigt, die Unterkunft anderweitig zu vergeben. Wurde eine Anzahlung oder Vorauszahlung geleistet, wird die Unterkunft grundsätzlich bis 12:00 Uhr des auf den vereinbarten Ankunftstag folgenden Tages für den Gast bereitgehalten, sofern nicht aufgrund der konkreten Buchungsbedingungen oder einer individuellen Vereinbarung eine andere Regelung gilt. Die vereinbarten Stornierungs- und No-Show-Bedingungen sowie zwingende gesetzliche Ansprüche der Vertragsparteien bleiben unberührt.
4. Rücktritt des Gastes (Stornierung)
Es gelten saisonabhängige Stornierungsfristen, innerhalb derer eine Stornierung kostenfrei möglich ist:
In der Sommersaison (Mai bis November) bis spätestens 14 Tage vor dem vereinbarten Anreisedatum.
In der Wintersaison (Dezember bis April) bis spätestens 30 Tage vor dem vereinbarten Anreisedatum.
Hinweis: Bei Buchung einer Non-Ref-Rate (nicht stornierbare Rate) besteht keine Möglichkeit der kostenfreien Stornierung. In diesem Fall wird der volle vereinbarte Gesamtpreis fällig, unabhängig vom Rücktrittszeitpunkt.
Erfolgt der Rücktritt nach Ablauf der jeweils gültigen Stornierungsfrist, wird eine Stornogebühr in Höhe von 100 % des vereinbarten Gesamtpreises fällig.
Diese Regelungen gelten unabhängig davon, ob die Buchung direkt über die Website des Beherbergers oder über eine Buchungsplattform erfolgt ist, soweit über die jeweilige Buchungsplattform keine abweichenden Stornierungsbedingungen wirksam vereinbart wurden. Eine Stornierung des Vertrags durch den Gast ist nur wirksam, wenn sie in Textform, insbesondere per E-Mail erfolgt.
5. Unmöglichkeit der Vertragserfüllung und außergewöhnliche Umstände
Kann die vereinbarte Unterkunft aufgrund außergewöhnlicher Umstände, die von keiner Vertragspartei zu vertreten sind, ganz oder teilweise nicht bereitgestellt oder bestimmungsgemäß genutzt werden, richten sich die Rechte und Pflichten der Vertragsparteien nach den gesetzlichen Bestimmungen.
Soweit nach den gesetzlichen Bestimmungen für den Zeitraum der Unbenutzbarkeit keine Zahlungspflicht des Vertragspartners besteht, sind bereits für diesen Zeitraum geleistete Zahlungen zurückzuerstatten. Anstelle einer Rückerstattung kann im Einvernehmen mit dem Vertragspartner eine Gutschrift oder Umbuchung vereinbart werden.
Ist die vereinbarte Unterkunft vom Beherberger ordnungsgemäß verfügbar und nutzbar, wird der Vertragspartner jedoch aus in seiner persönlichen Sphäre liegenden Umständen an der Anreise oder Nutzung gehindert, gelten grundsätzlich die vereinbarten Stornierungsbedingungen, soweit keine zwingenden gesetzlichen Bestimmungen etwas anderes vorsehen.
6. Mängel in der Unterkunft
Der Vertragspartner ist verpflichtet, während des Aufenthaltes auftretende Mängel dem Beherberger unverzüglich mitzuteilen, soweit ihm dies möglich und zumutbar ist, damit der Beherberger Gelegenheit erhält, den behaupteten Mangel zu überprüfen und innerhalb angemessener Frist Abhilfe zu schaffen. Der Beherberger wird berechtigte und behebbare Mängel innerhalb einer den Umständen angemessenen Frist beheben oder, soweit zweckmäßig und zumutbar, eine angemessene Ersatzlösung anbieten. Gesetzliche Gewährleistungs-, Minderungs-, Schadenersatz- und sonstige zwingende Ansprüche des Vertragspartners bleiben unberührt.
Das Ausmaß einer allfälligen Entgeltminderung richtet sich nach den gesetzlichen Bestimmungen und den Umständen des konkreten Einzelfalls, insbesondere nach Art, Schwere, Dauer und tatsächlichem Umfang der Beeinträchtigung der vereinbarten Nutzung.
Unterlässt der Vertragspartner eine ihm mögliche und zumutbare rechtzeitige Mängelanzeige und wird dem Beherberger dadurch die Möglichkeit genommen, Abhilfe zu schaffen oder einen Schaden bzw. eine Beeinträchtigung zu vermeiden oder zu vermindern, ist dies nach Maßgabe der gesetzlichen Bestimmungen zu berücksichtigen.
Eine Abgeltung eines berechtigten Anspruches durch Aufenthaltsverlängerung, Gutschein, Rabatt für einen zukünftigen Aufenthalt oder eine andere Leistung kann im Einvernehmen mit dem Vertragspartner vereinbart werden.
7. Rechte und Pflichten des Vertragspartners, Sicherheits- und Alarmanlagen
Durch den Abschluss eines Beherbergungsvertrages erwirbt der Vertragspartner das Recht auf den üblichen und bestimmungsgemäßen Gebrauch der gemieteten Räume sowie jener Einrichtungen des Beherbergungsbetriebes, die den Gästen üblicherweise zur Benützung zugänglich sind. Der Vertragspartner hat die Räumlichkeiten und Einrichtungen sorgfältig, bestimmungsgemäß und unter Beachtung der ihm zugänglich gemachten Haus-, Bedienungs- und Sicherheitshinweise zu benutzen. Der Vertragspartner ist verpflichtet, die nach den Umständen gebotene Sorgfalt anzuwenden und alles ihm Zumutbare zu unternehmen, um Schäden, Gefahrenlagen sowie vermeidbare Auslösungen von Brandmelde-, Rauchmelde-, Sicherheits-, Alarm- und Notrufanlagen zu verhindern.
Der Vertragspartner hat dafür Sorge zu tragen, dass auch die von ihm im Rahmen der Buchung beherbergten, eingeladenen oder sonst in die Unterkunft aufgenommenen Personen die in diesem Punkt festgelegten Sorgfalts-, Sicherheits- und Verhaltenspflichten einhalten. Die Zurechnung des Verhaltens dieser Personen sowie eine daraus resultierende Haftung des Vertragspartners richten sich nach den gesetzlichen Bestimmungen.
In den Beherbergungsobjekten können insbesondere Brandmeldeanlagen, Rauchmelder, Sicherheits- und Alarmanlagen, Saunanotrufe sowie Notruf-, Not-Aus-, Alarm- und sonstige Sicherheitstaster vorhanden sein. Diese Einrichtungen dienen dem Schutz von Personen und Sachen. Sie dürfen weder manipuliert, deaktiviert, abgedeckt, entfernt, beschädigt noch auf sonstige Weise in ihrer Funktion beeinträchtigt werden. Notruf-, Alarm- und sonstige ausschließlich für Not- oder Gefahrensituationen vorgesehene Einrichtungen dürfen nur bei Vorliegen einer tatsächlichen oder aus Sicht eines verständigen Gastes vernünftigerweise anzunehmenden Not- oder Gefahrensituation betätigt werden. Not-Aus-Einrichtungen dürfen nur entsprechend ihrem vorgesehenen Sicherheitszweck verwendet werden.
Eine versehentliche oder irrtümliche Betätigung einer solchen Einrichtung ist dem Beherberger bzw. der bekannt gegebenen Ansprechstelle unverzüglich mitzuteilen, soweit dies möglich und zumutbar ist, um einen Einsatz gegebenenfalls noch verhindern oder dessen Umfang begrenzen zu können. Eine solche Mitteilung beseitigt eine aufgrund einer schuldhaften Auslösung bereits entstandene Kostenersatzpflicht nicht, kann jedoch weitere Kosten vermeiden oder vermindern.
Beim Kochen sowie bei der Nutzung von Sauna-, Heiz-, Elektro- und sonstigen technischen Einrichtungen ist die nach den Umständen gebotene Sorgfalt anzuwenden. Kochvorgänge sind angemessen zu beaufsichtigen. Vorhandene und funktionsfähige Dunstabzugs- und Lüftungseinrichtungen sind bestimmungsgemäß zu verwenden.
Der Vertragspartner ist insbesondere verpflichtet, durch sein Verhalten sowie durch die Nutzung der ihm überlassenen Räumlichkeiten und Einrichtungen keine von ihm verursachte und bei Anwendung der gebotenen Sorgfalt vermeidbare Rauch-, Dampf- oder Hitzeentwicklung herbeizuführen oder fortbestehen zu lassen, die zur Auslösung einer Brandmelde-, Rauchmelde-, Sicherheits- oder Alarmanlage führt.
Tritt eine erkennbare Rauch-, Dampf- oder Hitzeentwicklung auf, hat der Vertragspartner unverzüglich alle ihm möglichen und zumutbaren Maßnahmen zu setzen, um deren Ursache zu beseitigen und eine weitere Entwicklung zu verhindern. Dazu gehören insbesondere – soweit gefahrlos möglich – die Unterbrechung des Kochvorganges, das Ausschalten der Hitzequelle sowie die Verwendung vorhandener Dunstabzugs- und Lüftungsmöglichkeiten.
Wird nachweislich durch eine vom Vertragspartner oder einer ihm nach den gesetzlichen Bestimmungen zuzurechnenden Person verursachte Rauch-, Dampf- oder Hitzeentwicklung eine ordnungsgemäß funktionierende Brandmelde-, Rauchmelde-, Sicherheits- oder Alarmanlage ausgelöst, liegt eine Verletzung der vorstehenden vertraglichen Pflicht vor, soweit die Alarmierung durch Anwendung der vertraglich geschuldeten Sorgfalt hätte vermieden werden können.
Eine Verletzung der vorstehenden Sorgfalts- und Sicherheitspflichten kann insbesondere vorliegen, wenn
- erkennbare Rauch-, Dampf- oder Hitzeentwicklung verursacht und trotz ihrer Erkennbarkeit nicht durch geeignete und zumutbare Maßnahmen verhindert oder begrenzt wird;
- Speisen, Fette oder Öle infolge mangelnder Sorgfalt anbrennen, verbrennen oder überhitzen;
- Kochvorgänge in sorgfaltswidriger Weise unbeaufsichtigt bleiben;
- unzulässig geraucht wird;
- Brandmelder, Rauchmelder oder sonstige Sicherheits- oder Alarmeinrichtungen manipuliert, abgedeckt, entfernt, deaktiviert, beschädigt oder sonst in ihrer Funktion beeinträchtigt werden;
- ein Saunanotruf, Notruf-, Alarm-, Not-Aus- oder sonstiger Sicherheitstaster vorsätzlich oder fahrlässig ohne einen seinem vorgesehenen Zweck entsprechenden Anlass betätigt wird; oder
- durch sonstige schuldhafte Handlungen oder Unterlassungen eine Alarmierung oder ein sicherheitsbedingter Einsatz erforderlich wird.
Hat der Vertragspartner eine solche Pflichtverletzung zu vertreten und wird dadurch eine Alarmierung oder ein sicherheitsbedingter Einsatz verursacht, hat er die dadurch erforderlichen und tatsächlich angefallenen Kosten nach Maßgabe der gesetzlichen Bestimmungen zu ersetzen.
Die Kostenersatzpflicht besteht auch dann, wenn sich nach der Alarmierung oder dem Einsatz herausstellt, dass tatsächlich kein Brand, medizinischer Notfall oder sonstiger Gefahrenfall vorlag, sofern die Alarmierung oder der Einsatz durch eine vom Vertragspartner zu vertretende Verletzung der vorstehenden Sorgfalts- oder Sicherheitspflichten verursacht wurde.
Zu den ersatzfähigen Kosten zählen ausschließlich die durch den konkreten Vorfall verursachten, erforderlichen und tatsächlich angefallenen Kosten. Dazu gehören insbesondere Kosten für Anfahrt, Einsatz, Kontrolle und Überprüfung durch Brandschutzbeauftragte, Sicherheitsdienste, Techniker oder sonstige Fachunternehmen sowie für erforderliche Quittierungen, Rückstellungen oder Wiederinbetriebnahmen von Brandmelde-, Sicherheits- oder Alarmanlagen. Ebenfalls umfasst sind – soweit gesetzlich ersatzfähig und tatsächlich angefallen – Kosten von Feuerwehr, Rettungsdienst oder sonstigen Einsatzorganisationen.
Bei diesen Kosten handelt es sich nicht um eine Vertragsstrafe oder pauschale Alarmgebühr, sondern ausschließlich um den Ersatz der durch den zu vertretenden Vorfall erforderlichen und tatsächlich entstandenen Kosten.
Keine Kostenersatzpflicht nach dieser Bestimmung besteht, soweit die Alarmierung oder der Einsatz auf einem technischen Defekt, einer Fehlfunktion der Anlage oder auf einem sonstigen Umstand beruht, den der Vertragspartner nicht zu vertreten hat. Ebenso besteht keine Kostenersatzpflicht allein deshalb, weil eine Notruf- oder Sicherheitseinrichtung aufgrund einer tatsächlichen oder bei verständiger Beurteilung vernünftigerweise angenommenen Not- oder Gefahrensituation bestimmungsgemäß verwendet wurde.
Die gesetzlichen Regelungen über Verschulden, Kausalität, Mitverschulden und Beweislast bleiben unberührt.
Weitergehende Schadenersatz- und sonstige Ansprüche des Beherbergers nach den gesetzlichen Bestimmungen bleiben unberührt.
8. Entgelt, Endreinigung und Kaution
Der Vertragspartner ist verpflichtet, das vereinbarte Beherbergungsentgelt sowie die vereinbarten Kosten für Endreinigung, Mietwäsche, Ortstaxe und sonstige von ihm in Anspruch genommene oder vereinbarte Zusatzleistungen zu bezahlen.
Wird die Unterkunft in einem Zustand hinterlassen, der über die bei bestimmungsgemäßer Nutzung üblicherweise erforderliche Endreinigung hinaus einen zusätzlichen Reinigungsaufwand erforderlich macht, hat der Vertragspartner die dadurch erforderlichen und tatsächlich angefallenen angemessenen Mehrkosten zu ersetzen. Dies gilt insbesondere bei außergewöhnlichen Verschmutzungen oder einem Reinigungsbedarf, der durch eine vertragswidrige Nutzung der Unterkunft verursacht wurde.
Der Beherberger kann eine angemessene Kaution als Sicherheitsleistung verlangen, sofern die Verpflichtung zur Leistung einer Kaution sowie deren Höhe dem Vertragspartner vor Abschluss des Beherbergungsvertrages bekannt gegeben oder mit ihm gesondert vereinbart wurde. Die Kaution dient der Sicherung fälliger Ansprüche aus dem Beherbergungsvertrag. Ein nach Abzug berechtigter Forderungen verbleibender Betrag ist dem Vertragspartner zurückzuerstatten.
Der Beherberger ist nicht verpflichtet, Fremdwährungen zu akzeptieren.
9. Rechte des Beherbergers
Verweigert der Vertragspartner die Bezahlung fälliger Forderungen oder befindet er sich damit im Rückstand, stehen dem Beherberger das gesetzliche Zurückbehaltungsrecht gemäß § 970c ABGB sowie – soweit dessen gesetzliche Voraussetzungen im konkreten Fall vorliegen – das gesetzliche Pfandrecht gemäß § 1101 ABGB an den eingebrachten Sachen zu. Diese Rechte bestehen ausschließlich im jeweils gesetzlich vorgesehenen Umfang und zur Sicherung jener Forderungen, die nach den gesetzlichen Bestimmungen davon erfasst sind.
10. Pflichten des Beherbergers
Der Beherberger ist verpflichtet, die vereinbarten Leistungen in einem seinem Standard entsprechenden Umfang zu erbringen. Sonderleistungen, die nicht im vereinbarten Beherbergungsentgelt enthalten sind, werden nach Maßgabe der getroffenen Vereinbarung gesondert verrechnet.
11. Anzahlung und Bezahlung
Bei Direktbuchungen über die Website des Beherbergers ist bei Buchung eine Anzahlung in Höhe von 20 % des vereinbarten Übernachtungspreises zu leisten, sofern im jeweiligen Angebot, Tarif oder Buchungsvorgang keine abweichende Zahlungsregelung ausdrücklich vereinbart wird. Als Übernachtungspreis im Sinne dieser Bestimmung gilt das für die gebuchten Übernachtungen vereinbarte Entgelt ohne Endreinigung, Mietwäsche, Ortstaxe und sonstige gesondert ausgewiesene Zusatzleistungen.
Die geleistete Anzahlung wird auf das für die Übernachtungen geschuldete Entgelt angerechnet. Die Fälligkeit des verbleibenden Übernachtungspreises sowie der Endreinigung, Mietwäsche, Ortstaxe und sonstiger vereinbarter Leistungen richtet sich nach der im jeweiligen Buchungsvorgang bzw. in der Buchungsbestätigung angegebenen Zahlungsregelung.
Zahlungen werden bei Direktbuchungen grundsätzlich über den Zahlungsdienstleister Stripe abgewickelt. Dem Vertragspartner werden im jeweiligen Zahlungsvorgang die aktuell verfügbaren Zahlungsmethoden angezeigt. Der Vertragspartner kann aus den jeweils angebotenen Zahlungsmethoden wählen. Für die Nutzung einer bestimmten angebotenen Zahlungsmethode erhebt der Beherberger kein gesondertes Zahlungsentgelt.
Eine über den Zahlungsdienstleister vorgenommene Zahlung gilt als erfolgt, sobald der Zahlungsvorgang vom Zahlungsdienstleister als erfolgreich abgeschlossen bestätigt wurde. Wird eine Zahlung nachträglich wirksam rückabgewickelt oder zurückgebucht, bleibt die zugrunde liegende Zahlungsverpflichtung nach Maßgabe der gesetzlichen Bestimmungen bestehen.
Bei Buchungen über Drittplattformen können abweichende Anzahlungs-, Zahlungs- und Abwicklungsbedingungen gelten, sofern diese über die jeweilige Buchungsplattform vereinbart bzw. die Zahlungen ganz oder teilweise durch diese abgewickelt werden.
12. Haftung des Beherbergers für Schäden an eingebrachten Sachen
Für vom Vertragspartner oder seinen Mitreisenden eingebrachte Sachen haftet der Beherberger nach Maßgabe der §§ 970 ff ABGB sowie der sonstigen anwendbaren gesetzlichen Bestimmungen. Die gesetzliche Haftung für eingebrachte Sachen ist – soweit keine gesetzliche Ausnahme vorliegt – auf den jeweils gesetzlich vorgesehenen Höchstbetrag beschränkt. Dieser beträgt derzeit grundsätzlich EUR 1.100.
Für Kostbarkeiten, Geld und Wertpapiere gilt die gesetzliche Haftungsgrenze gemäß § 970a ABGB, derzeit EUR 550. Diese Beschränkung gilt insbesondere dann nicht, wenn der Beherberger die betreffenden Sachen in Kenntnis ihrer Beschaffenheit zur Aufbewahrung übernommen hat oder der Schaden vom Beherberger oder seinen Leuten verschuldet wurde. Gesetzliche Fälle einer weitergehenden oder unbeschränkten Haftung bleiben unberührt.
Ein allfälliges Mitverschulden des Vertragspartners oder des Gastes ist nach den gesetzlichen Bestimmungen zu berücksichtigen. Der Vertragspartner bzw. Gast hat einen Schaden an eingebrachten Sachen nach Kenntnis unverzüglich dem Beherberger anzuzeigen. Gesetzliche Ausnahmen, insbesondere bei vom Beherberger ausdrücklich zur Aufbewahrung übernommenen Sachen, bleiben unberührt.
13. Allgemeine Haftung
Der Beherberger haftet für Schäden des Vertragspartners nach Maßgabe der gesetzlichen Bestimmungen. Gesetzlich zwingende Haftungsbestimmungen, insbesondere für Personenschäden, sowie die gesetzlichen Gewährleistungs- und Schadenersatzansprüche des Vertragspartners bleiben unberührt. Ist der Vertragspartner Unternehmer, ist die Haftung des Beherbergers für leicht fahrlässig verursachte Sach- und Vermögensschäden – soweit gesetzlich zulässig – ausgeschlossen. Gesetzlich zwingende Haftungsfälle bleiben unberührt.
Für Preisfehler, unrichtige Angaben oder fehlerhafte Verfügbarkeitsanzeigen auf Buchungs- oder sonstigen Drittplattformen (z. B. Booking.com oder Airbnb), die ohne Zutun und ohne Verschulden des Beherbergers aufgrund eines technischen Fehlers, einer Fehlfunktion oder einer eigenständigen Verarbeitung durch den jeweiligen Plattformbetreiber entstehen, haftet der Beherberger nicht, soweit gesetzlich zulässig. Ansprüche des Vertragspartners aufgrund solcher ausschließlich vom Plattformbetreiber zu verantwortenden Abweichungen bestehen nur nach Maßgabe der gesetzlichen Bestimmungen. Vom Beherberger selbst bereitgestellte, veranlasste oder zu vertretende unrichtige Angaben werden hiervon nicht erfasst.
Nutzen der Vertragspartner oder mitreisende Gäste auf in der Unterkunft vorhandenen Geräten, insbesondere Smart-TVs oder sonstigen internetfähigen Endgeräten, eigene Benutzerkonten bei Drittanbietern wie Netflix, Amazon bzw. Prime Video, Disney+, YouTube oder vergleichbaren Diensten, erfolgt dies in eigener Verantwortung. Der Vertragspartner hat dafür Sorge zu tragen, dass persönliche Benutzerkonten spätestens vor der Abreise vollständig abgemeldet und auf dem jeweiligen Gerät gespeicherte Zugangsdaten oder persönliche Profile, soweit möglich, entfernt werden.
Unterbleibt die Abmeldung oder Entfernung und erhalten nachfolgende Gäste oder sonstige Dritte dadurch Zugriff auf das Benutzerkonto, auf darin gespeicherte persönliche Daten, Zahlungsfunktionen oder Inhalte oder werden darüber kostenpflichtige Bestellungen, Käufe oder sonstige Transaktionen vorgenommen, haftet der Beherberger für daraus entstehende Schäden nicht, soweit der Zugriff oder Schaden ausschließlich darauf zurückzuführen ist, dass das Benutzerkonto eingeloggt geblieben ist bzw. Zugangsdaten oder Profile vom Gast auf dem Gerät zurückgelassen wurden und der Beherberger oder eine Person, für die er einzustehen hat, den Zugriff oder Schaden nicht schuldhaft verursacht oder mitverursacht hat.
Der Vertragspartner darf insbesondere nicht darauf vertrauen, dass ein nach der Abreise bestehender Login im Zuge der Endreinigung oder Vorbereitung der Unterkunft für nachfolgende Gäste erkannt und entfernt wird.
Zwingende gesetzliche Haftungsbestimmungen sowie Ansprüche aufgrund eines vom Beherberger oder einer Person, für die er einzustehen hat, zu vertretenden Verhaltens bleiben unberührt.
14. Haustiere
Aus hygienetechnischen Gründen erlauben wir in unseren Ferienwohnungen keine Haustiere.
15. Vorzeitige Abreise und vorzeitige Beendigung
Reist der Vertragspartner oder ein Gast vor Ablauf des vereinbarten Aufenthaltszeitraumes aus Gründen ab, die nicht vom Beherberger zu vertreten sind, begründet die vorzeitige Abreise für sich allein keinen Anspruch auf eine anteilige Rückerstattung des vereinbarten Beherbergungsentgelts. Soweit dem Vertragspartner kein gesetzliches Rücktritts-, Auflösungs-, Gewährleistungs- oder Minderungsrecht zusteht, bleibt seine Zahlungspflicht für den vereinbarten Aufenthalt nach Maßgabe der gesetzlichen Bestimmungen bestehen. Soweit nach den gesetzlichen Bestimmungen ersparte Aufwendungen des Beherbergers oder Einnahmen aus einer anderweitigen Vermietung der betreffenden Unterkunft anzurechnen sind, werden diese entsprechend berücksichtigt. Gesetzliche Ansprüche des Vertragspartners aufgrund von Mängeln der Unterkunft oder sonstigen vom Beherberger zu vertretenden Umständen bleiben unberührt.
Der Beherberger ist berechtigt, den Beherbergungsvertrag aus wichtigem Grund mit sofortiger Wirkung aufzulösen, insbesondere wenn der Vertragspartner oder ein Gast die Unterkunft erheblich vertragswidrig oder nachteilig benutzt, trotz Abmahnung erhebliche Vertrags- oder Sicherheitspflichten verletzt, andere Gäste oder Dritte erheblich beeinträchtigt oder fällige Forderungen trotz angemessener Nachfrist nicht bezahlt. Gesetzliche Rechte zur sofortigen Vertragsauflösung bleiben unberührt.
16. Erkrankung des Gastes
Erkrankt ein Gast während seines Aufenthaltes im Beherbergungsbetrieb, so wird der Beherberger über Wunsch des Gastes für ärztliche Betreuung sorgen. Ist Gefahr in Verzug, wird der Beherberger die ärztliche Betreuung auch ohne besonderen Wunsch des Gastes veranlassen, dies insbesondere dann, wenn dies notwendig ist und der Gast hiezu selbst nicht in der Lage ist.
Solange der Gast nicht in der Lage ist, Entscheidungen zu treffen oder die Angehörigen des Gastes nicht kontaktiert werden können, wird der Beherberger auf Kosten des Gastes für ärztliche Behandlung sorgen. Der Umfang dieser Sorgemaßnahmen endet jedoch in dem Zeitpunkt, in dem der Gast Entscheidungen treffen kann oder die Angehörigen vom Krankheitsfall benachrichtigt worden sind.
17. Erfüllungsort, anwendbares Recht und Gerichtsstand
Erfüllungsort ist der Ort, an dem sich der jeweilige Beherbergungsbetrieb bzw. die gebuchte Unterkunft befindet. Auf den Beherbergungsvertrag ist österreichisches materielles Recht anzuwenden. Das UN-Kaufrecht findet keine Anwendung.
Ist der Vertragspartner Verbraucher, darf diese Rechtswahl jedoch nicht dazu führen, dass ihm der Schutz zwingender Bestimmungen jenes Rechts entzogen wird, das ohne diese Rechtswahl nach den anwendbaren Vorschriften des internationalen Privatrechts, insbesondere der Verordnung (EG) Nr. 593/2008 (Rom I), anzuwenden wäre.
Für Verträge mit Unternehmern wird – soweit gesetzlich zulässig – als Gerichtsstand der Sitz des Beherbergers vereinbart. Der Beherberger bleibt berechtigt, Ansprüche auch bei einem anderen gesetzlich zuständigen Gericht geltend zu machen.
Für Verbraucher gelten ausschließlich die jeweils zwingenden gesetzlichen Gerichtsstands- und Zuständigkeitsbestimmungen. Durch diese AGB werden gesetzliche Gerichtsstände von Verbrauchern weder ausgeschlossen noch eingeschränkt.
18. Sonstige
Der Vertragspartner ist nur insoweit berechtigt, mit eigenen Forderungen gegen Forderungen des Beherbergers aufzurechnen, als dies gesetzlich zulässig ist. Ist der Vertragspartner Verbraucher, bleibt die Aufrechnung insbesondere bei Zahlungsunfähigkeit des Beherbergers sowie mit Gegenforderungen zulässig, die im rechtlichen Zusammenhang mit seiner Verbindlichkeit stehen, gerichtlich festgestellt oder vom Beherberger anerkannt sind.
Im Falle von Regelungslücken gelten die entsprechenden gesetzlichen Bestimmungen.
19. Salvatorische Klausel
Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam sein, so berührt dies die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen nicht. Anstelle der unwirksamen Bestimmungen treten die gesetzlichen Vorschriften.